Haltung


Meine Kaninchen leben in Außenhaltung und sind dadurch sowohl für die Außenhaltung als auch – bei entsprechender, langsamer Eingewöhnung im Winter – für die Innenhaltung geeignet.

Aktuell optimiere und erweitere ich meine Anlage Schritt für Schritt, um die Haltungsbedingungen weiter zu verbessern.

Derzeit umfasst meine Haltung:

  • 2 Gehege mit jeweils ca. 4 m²
  • 4 Gehege mit jeweils ca. 2 m² plus angebauter Wurfbox
  • 12 Ställe mit jeweils ca. 2 m² (bestehend aus Doppelbox mit Auslauf)
  • 8 Innenställe mit jeweils ca. 2 m²
  • 1 Innengehege mit ca. 4 m²

Ein Teil der Innenställe dient als Unterbringung für Feriengäste oder in Notfällen. Zusätzlich steht eine separate Quarantäne- bzw. Krankenstation (Doppelbox) zur Verfügung.

Ablauf in meiner Zucht


Alle meine Kaninchen sind selbstverständlich gegen RHD, RHD2 und Myxomatose geimpft. Die Impfungen werden jährlich im Rahmen eines Sammeltermins aufgefrischt.

 

Besonderen Wert lege ich auf die Zahngesundheit. Daher wird jedes Tier vor dem aktiven Zuchteinsatz tierärztlich auf Gebiss und allgemeinen Gesundheitszustand untersucht. Auch im weiteren Verlauf erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der Zähne im Rahmen der Impfungen.

 

Zuchtablauf:


Eine Zuchthäsin wird in der Regel 1–2 Mal pro Jahr eingedeckt, abhängig von ihrer Kondition und ihrem Interesse. Für die Deckzeit bleibt sie für etwa 10–14 Tage beim Rammler, damit dieser nicht allein ist.

Anschließend zieht sie in einen separaten Aufzuchtstall mit Wurfbox und bringt dort ihren Nachwuchs zur Welt. Die Jungtiere wachsen dort geschützt auf, bis sie alt genug für den Auszug sind oder – bei passenden Altersgruppen – gemeinsam in den Jungtierbereich („Kindergarten“) umziehen.

Nach der Aufzucht erhält die Häsin eine Zuchtpause von etwa 2–4 Monaten, individuell angepasst. In dieser Zeit lebt sie mit einem Kastraten zusammen und kann sich vollständig erholen.

 

Zuchtende & Rentenregelung:


Im Alter von ca. 2,5 bis 3,5 Jahren gehen meine Tiere je nach individueller Verfassung in „Rente“. Für diese Tiere suche ich ein geeignetes Zuhause, häufig bei bereits vorhandenen Partnertieren. Rammler werden vor der Abgabe selbstverständlich kastriert und verbleiben noch die entsprechende Kastrationsfrist von 6 Wochen bei mir.

 

Tiere, die sich als nicht zuchttauglich erweisen (z. B. aufgrund von Größe, Gesundheit, Ohrenstellung oder Problemen bei Geburt/Aufzucht), werden frühzeitig aus der Zucht genommen und gehen ebenfalls in die sogenannte „Frührente“. Mir ist wichtig, solche Tiere keinem unnötigen Risiko auszusetzen oder unerwünschte Eigenschaften weiterzugeben.

Futter


Meine Kaninchen werden mit viel frischem, abwechslungsreichem Futter versorgt.

Im Bereich Gemüse gibt es – je nach Saison und Verfügbarkeit – eine große Vielfalt, darunter Salate, Kohlarten, Kräuter sowie Karotten. Obst wird eher gezielt und seltener angeboten, abhängig von der Jahreszeit. Besonders beliebt sind im Sommer Wassermelone und Erdbeeren.

 

Ein Teil der Futtermittel wird im Supermarkt vor Ort bezogen, der Rest über spezialisierte Anbieter wie Grünhopper und Kaninchenkiste. In den Sommermonaten kommt zusätzlich frische Wiesenfütterung hinzu. Ergänzt wird das Ganze durch frische Äste aus dem eigenen Garten, überwiegend von Haselnuss und Bambus.

 

Neben der Frischfütterung erhalten die Tiere 1–2 Mal pro Woche getrocknete Kräuter. Hier kommen unter anderem verschiedene Kräutermischungen von Grünhopper zum Einsatz, die regelmäßig gewechselt werden. Für Jungtiere und säugende Häsinnen werden speziell abgestimmte Mischungen verwendet.

Pellets werden bewusst nicht gefüttert.

 

Als ergänzendes Kraftfutter kommt – je nach Jahreszeit – gelegentlich Mash zum Einsatz. Dieses besteht aus Pferdemash, das zusätzlich mit getrockneten Kräutern sowie Ingwer verfeinert wird.

Eine prophylaktische Entwurmung mit Medikamenten findet nicht statt. Stattdessen setze ich auf natürliche Unterstützung des Darms. Dazu gehört unter anderem Kokosöl, das kurweise (ca. 1 TL pro Tier über 5–7 Tage) über das Futter gegeben werden kann. Alternativ werden auch Kokoschips eingesetzt.

 

Zur Unterstützung der Darmflora und Prävention von Kokzidien erhalten die Tiere zusätzlich Oregano in Form von wasserlöslichem Oreganoöl (ca. 10 %) im Trinkwasser. Alternativ kann auch Oreganoöl oder Oregano über das Futter gegeben werden.

 

Genaueres zum zum Thema Futter findet ihr auf unseren Infosseiten