Haltung


Bei der Haltung gibt’s es viel zu beachten. Hier möchte ich erst mal erwähnen wer mit wem zusammen passt und die unterschiedlichen Haltungsformen. 

Hier noch ein Link mit Haltungsmythen!

 

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/haltungsmythen/

Wer mit wem?


Kaninchen sind Gruppentiere und müssen/sollten daher mindestens zu zweit gehalten werden. Auch wenn die Tiere schon älter sind sollte stets ein neues Tier dazu vergesellschaftet werden.

Nun stellt sich aber die Frage wer mit wem zusammenpasst.

Bei den Kaninchen ist es so, dass es bei den Männchen einen Chef gibt und bei den Weibchen gibt es eine Chefin. Klar kann einer von beiden Dominanter sein als der andere aber es ist ein sehr harmonisches Zusammenleben mit wenig Streitereien im Normalfall.

Darum ist die einfachste Kombination, vor allem für Kaninchen Neulinge, die Haltung von einem Kastrieren Rammler und einer Häsin.

Eine weitere Variante wäre die Haltung von zwei Frühkastrierten Rammlern. Hier ist es wichtig das sie Frühkastriert werden. Genaueres dazu hier.

Die beiden Jungs werden immer wieder den Rang neu ausmachen. Es werden also auch mal ein paar Haarbüschel fliegen oder das ein oder andere Jagdspiel stattfinden. Aber ansonsten ist es sehr harmonisch. Am besten sind hier zwei Brüder. Aber auch zwei früh zusammengeführte Rammler können ein Herz und eine Seele werden.

Dann besteht die Variante von zwei Häsinnen noch. Es klingt sehr verlockend da man sich das Geld für eine Kastration spart aber von dieser Variante rate ich dringend ab. Sobald die Mädels in ihre „Pubertät“ kommen können sie ihren Artgenossinnen gegenüber richtig zickig werden. Meistens müssen solche Paare getrennt werden und man steht vor dem Problem das eine der Beiden abgegeben werden muss oder man muss zwei verschiedene Gruppen halten.

Bei Mutter Tochter oder zwei Schwestern kann es für eine Weile gut gehen aber es besteht immer das Risiko das man sie Trennen muss. Hier sollte man auch vorhersehen wann die „Stimmung kippt“ und die Anzeichen deuten können und nicht erst wenn eine total blutig gebissen ist. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Dann gibt es natürlich die Variante von mehreren Tieren sprich eine Gruppenhaltung.

Wenn man eine Gruppe von drei Tieren halten möchte hat sich eine Gruppe aus zwei Mädels und einem Kastraten aus meiner Sicht bewährt. Wenn die Damen zickig werden dann schilichtet der Kastrat zwischen den Damen.

Mit zwei Männchen und einem Weibchen habe ich bis jetzt noch keine guten Erfahrungen gemacht. Die Jungs buhlen doch recht stark um die Gunst des Mädels. Aber es kommt auch immer auf den Charakter der Tiere an!

Bei vier Tieren sollten es am besten zwei Jungs und zwei Mädels sein.

 

Genauere Infos hier:

http://www.kaninchenwiese.de/soziales/wer-passt-zusammen/

Innen- und Außenhaltung


Als erstes sollte man sich bei der Unterbringung Gedanken machen wo die zukünftigen Mitbewohner leben sollen. Es gibt die Außen- und Innenhaltung. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Bei der Außenhaltung hat man den großen Vorteil das die Kaninchen in ihrer natürlichen Umgebung leben. Sie bekommen Wetter und Jahreszeiten, sowie den Tagesverlauf mit. Außerdem hat man den „Dreck“ draußen und nicht in der Wohnung.

Nachteil ist natürlich man muss immer raus um sich mit den Tieren beschäftigen zu können. Auch im Winter wenn es sau kalt ist möchten die Süßen frisches, eisfreies Wasser haben.

 

In der Innenhaltung hat man dagegen dieses Problem nicht. Es gefriert nichts und sie sind immer in Reichweite. Allerdings hat man da einfach den „Dreck“, Heu/Haare fliegen in jede erdenkliche und nicht erdenkliche Ritze! in der Wohnung.

Das waren jetzt nur zwei Beispiele. Jeder muss für sich und seine Situation die richtige Variante wählen. Oft entscheidet auch das Platz Angebot ob drinnen oder draußen.

Wenn man Kaninchen artgerecht halten möchte sagt man braucht EIN Tier 2mm²/24h. Das wären also bei zwei Tieren 4mm² welche dauernd zur Verfügung stehen sollten. Klar lässt es sich hier um einen halben Quadratmeter hin oder her streiten aber es sollte klar sein das ein Standard Zimmerkäfig, welche im Fachhandel empfohlen werden, absolut zu klein sind. Auch die Variante sie dürfen nachmittags draußen rumhoppeln ist keine Lösung. Kaninchen sind Wechselaktiv, das heißt sie werden auch nachts aktiv. Da nützt ihnen die paar Stunden Auslauf mittags wenig. Deswegen gehören Kaninchen auch definitiv nicht ins Kinderzimmer!!!

 

Auf Nachfolgendem Link findet ihr Tipps zur Außen und Innenhaltung/Käfigbau usw.:

 

 

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/

Für eines Entscheiden


Wichtig ist nur das man sich für eins von beiden Entscheidet!

Für Kaninchen ist die Kälte ein kleineres Problem wie für uns Menschen. Solange sie einen Partner haben mit dem sie kuscheln können, genug Platz haben um sich warm zu laufen und ordentliches Winterfell haben machen ihnen zweistellige Minus grade nichts aus. Damit ein gutes Winterfell gebildet wird sollten die Tiere spätestens im September/Oktober (also Anfang Herbst) dauerhaft draußen bleiben. So bekommen sie dickes Winterfell. Man darf nun nur nicht den Fehler machen sie im Winter zum kuscheln oder aus Mitleid, wenn es mal sehr kalt ist, in die Wohnung zu holen. Das wäre als ob wir im Winter in der beheizten Wohnung im Wintermantel sitzen würden.

Ein Kaninchen kann da im schlimmsten Fall schon mal einen Hitzschlag bekommen!

 

Andersherum ist es natürlich genauso. Tiere die in der Wohnung gehalten werden sollten im Winter dort auch bleiben. Keiner von uns möchte bei Minus graden im T-Shirt und kurzer Hose raus. Im späten Frühjahr, wenn das Sommerfell kommt, dürfen natürlich auch Wohnungstiere raus. 

Sommerhitze


Kaninchen können nicht schwitzten. Sie regeln ihre Körpertemperatur über die Ohren, dementsprechend ist es wichtig das wir unseren Tieren vor allem im Sommer Abkühlung verschaffen, denn die Sommerhitze ist bei weitem anstrengender für sie wie die Minusgrade.

Ein schattenplatz solle jederzeit zur Verfügung stehen. Auch frisches Wasser ist hier Pflicht! Für trinkfaule ist Gemüse/Obst welches viel Wasserenthält ein kleiner Trick damit die Tiere genug Flüssigkeit aufnehmen.

Gerne können auch steinplatten oder Fliesen in das Gehege gelegt werden. Ich persönlich habe kleine Wasserflaschen eingefroren und lege diese ins Gehege. Die Tiere legen sich unheimlich gern im Sommer darauf um sich abzukühlen. Auch extra feuchte Erde oder gekühlte Erde wird gerne angenommen.

Gerade bei der Gehege Planung sollte mit berücksichtigt werden das die Sonne wandert und trotzdem immer Schatten/kühlere Platzte zur Verfügung stehen müssen!

 

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/hintergruende/sommerhitze/

Auslauf


Egal ob Innen- oder Außenhaltung die Kaninchen sollten am besten noch die Möglichkeit bekommen auf der Wiese durch die Gegend zu toben und die Nase in den Wind zu halten. Die süßen sind immer ganz aufgeregt wenn es auf die Wiese geht.

Doch nicht jeder Auslauf ist gut geeignet und es gibt einiges zu beachten. Genaueres Hier

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/aussenhaltung/freilauf-und-auslauf/

Gerade Wohnungskaninchen sollte auch mal nach draußen. Neue Gerüche und Geräusche wecken die Neugierde und vor allem natürliches Sonnenlicht ist notwendig wegen dem Vitamin D!

 

http://www.kaninchenwiese.de/haltung/wohnungshaltung/vitamin-d-in-innenhaltung/